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Wer ... wird informiert? Berichte in der Psychotherapie

  • carolineschroeder2
  • 10. Sept. 2024
  • 3 Min. Lesezeit

psychotherapiejetzt - Praxis für Psychotherapie Caroline Schröder

Serie Psychotherapie im Gesundheitswesen


See mit Wolken im Abendlicht, Spiegelung im Wasser
Abendstimmung über dem Würmsee


Einstieg in eine Psychotherapie

Wenn Sie eine Psychotherapie beginnen haben Sie gute Gründe dafür und sind vermutlich in einer Situation mit "Leidensdruck". So nennen wir das, wenn es dem Patienten schlecht geht. Mit anderen Worten - aus Langeweile kommt niemand in Psychoherapie.

Aber wie ist das mit den anderen Ärzten, bei denen Sie in Behandlung sind? Der Hausarzt bekommt z.B. von einer Röntgenuntersuchung einen Bericht und die Bilder. Jetzt bekommen in der Regel auch die Patienten selber die Röntgenbilder über eine Zugriffscode.


Der Konsiliarbericht in der Psychotherapie

Wie ist das in der Psychotherapie?

In den ersten Sitzungen gibt es die Pflicht bei einem Hausarzt oder Facharzt einen Konsiliarbericht einzuholen. Das ist die Pflicht des Patienten.

In diesem Konsiliarbericht bestätigt ihre Ärztin, dass alle Untersuchungen erfolgt sind, die notwendig waren um eine körperliche Ursache für die (psychischen) Beschwerden auszuschließen. Wenn der Arzt in der Untersuchung eine körperliche Erkrankung findet oder diese Erkrankung schon bekannt ist, muss zuerst der Arzt behandeln. Möglicherweise wird dann trotzdem eine Psychotherapie empfohlen, weil der Patient stark unter den Symptomen leidet. Dann wird das so in dem Konsiliarbericht vermerkt.

Wenn keine körperliche Erkrankung als Erklärung für die Symptome in Frage kommt vermerkt das der Arzt im Konsiliarbericht und stellt eine Diagnose aus dem Kapitel F im ICD 10. Das sind die psychischen Erkrankungen.


Berichte an Ärzte in der Psychotherapie

Während der laufenden Psychoherapie werden in größeren Abständen Kurzberichte an den Arzt oder Facharzt geschickt. In diesen Berichten wird nur zusammenfassend vermerkt, wie die Therapie verläuft und welche Fortschritte es in Bezug auf die Symptomatik gibt. Wir gehen auch davon aus, weil es sich nicht um einen Laborbefund handelt, dass der Patient oder die Patientin dem Hausarzt oder Facharzt selber die Details berichten kann.


Berichte nur mit Einwilligung des Patienten und Schweigepflicht-Entbindung

Darüber hinaus werden Berichte nur erstellt und verschickt, wenn eine Schweigepflichtentbindung vom Patienten vorliegt.

Von den medizinischen Diensten der Krankenkassen, der Deutschen Rentenversicherung oder privaten Versicherungen und von der Agentur für Arbeit können Berichte angefordert werden. Aber - wie gesagt - nur mit einer Schweigepflichtentbindung vom Patienten oder von der Patientin.

Angehörige oder der Chef oder Kollegen bekommen keine Auskunft. Da gilt die psychotherapeutische Schweigepflicht genau wie beim Arzt die ärztliche Schweigepflicht.


Schweigen ist Gold

Wir empfehlen auch gegenüber den Sachbearbeiterinnen in der Krankenkasse, beim Arbeitsamt und der Rentenkasse keine Details über Erkrankungen und Ihr Befinden mitzuteilen. Das sollte nur über den medizinische Dienst erfolgen. Die Ärztinnen aus den medizinischen Diensten können die Informationen vor ihrem professionellen Hintergrund richtig einschätzen.

Bei der Arbeit sollte man auch wenig offenbaren. Die Gesundheit geht über die Tatsache der Krankschreibung hinaus den Chef und die Kollegen eher nichts an.


"... wie gehts Dir denn?"

Und dann sind da noch Familie, Freunde und Bekannte, die immer wieder fragen "... wie gehts denn bei Dir weiter? Bist Du immer noch krank geschrieben?". Ja, das ist oft unangenehm. Und oft gar nicht so wohlwollend, wie man auf den ersten Blick denken könnte. Immer wieder kommt die Frage in meinen Gruppentherapien auf, wie man auf solche Fragen antworten kann.

Die Antwort auf diese Frage gehört zum Thema "Soziale Kompetenz - Selbstsicherheit". Dazu biete ich regelmäßig Gruppentherapien an ... und werde sicher auch hier im Blog den einen oder anderen Beitrag dazu schreiben. Gerne schauen Sie hier im Blog vorbei, schreiben sich auf der Seite "Kontakt" https://www.psychotherapiejetzt.de/kontakt auf die Mailingliste ein oder melden sich zum nächsten Termin für eine Gruppentherapie zum Thema "Soziale Kompetenz - Selbstsicherheit" an.

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